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Unten
sind ein paar Typen
Roman
Antonio Dal Masetto
Rotpunktverlag, Zürich
2007
Leseprobe:
Er
sah auf die Uhr, schaltete den Fernseher ein und holte die Weinflasche
aus der Küche. Die Italiener und Brasilianer waren bereits
auf dem Feld, hatten ihre Hymnen gesungen, und im Mittelkreis standen
nun der Schiedsrichter und die beiden Mannschaftskapitäne,
um die Seiten auszulosen. In diesem Moment klingelte das Telefon.
„Endlich funktioniert es wieder“, dachte Pablo. Ohne
den Blick vom Bildschirm abzuwenden, zog er das Tischchen heran,
auf dem der Apparat stand.
Ana war dran.
„Hallo“, sagte sie und schwieg dann.
„Oh, hallo“, sagte Pablo.
„Alles in Ordnung?“
Sie wirkte zögerlich, besorgt.
„Ja“, antwortete Pablo.
„Sicher?“
„Ja. Was ist denn?“
„Irgendetwas Neues?“
„Nein.“
„Bist du allein?“
„Ja. Wer sollte denn hier sein?“
„Was machst du?“
„Ich schau mir Brasilien-Italien an.“
„Ich muss dir was Wichtiges erzählen.“
„Ich höre.“
„Nicht am Telefon.“
„Worum geht’s denn?“
„Ich erzähl’s dir später.“
„Irgendein Problem?“
„Ich komme zu dir.“
„Wo bist du?“
„Ganz in der Nähe. In der Córdoba y Maipú.“
Das Spiel hatte kaum begonnen, als es an der Tür klingelte.
Pablo stellte den Fernseher leise und machte Ana auf. Sie gab ihm
einen flüchtigen Kuss, schloss die Tür hinter sich, zog
den Mantel aus, öffnete ihre Handtasche, nahm Zigaretten heraus
und zündete sich eine an. Sie nahm ein paar nervöse Züge.
„Was ist los?“, fragte Pablo.
Sie holte einen Aschenbecher aus der Küche und setzte sich
in den Sessel.
„Was gibt es denn?“, wollte er wissen.
Ana blickte ihn unverwandt an und sagte:
„Unten sind ein paar Typen.“
„Ein paar Typen?“
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